Der Heimat entgegen

Nach der Nacht im Grafaite fuhren wir daher auf dem direkten Weg über die A 11 in Richtung Ostsee. Vor Palanga bogen wir auf die A 13 in Richtung Klaipeda ab. Da wir bis zum Ablegen der Fähre noch Zeit hatten, fuhren wir bei Karkle (nördlich von Klaipeda) an die Ostsee und gingen baden.

Als wir am Abend voller Vorfreude am Hafen ankamen, sagte man uns, die Fähre sei nicht fahrfähig. Mit einem Motorschaden liege sie im Hafen. Wir könnten am nächsten Abend mit einer anderen Fähre fahren. Da hatte uns DFDS leider nicht Bescheid gegeben, sonst wären wir von Siauliau nach Polen weitergefahren und hätten doch wieder den Landweg gewählt. Nun blieben wir einen weiteren Tag in Klaipeda, auf Kosten von DFDS, die das Zimmer im Hotel Promenada bezahlten. Es war weiter warmes, sonniges Wetter und wir verbrachten den Abreisetag am Strand von Melnrage.

Hier war richtiges Beachlive angesagt, mit kleinen Strandbars, Duschen am Strand und Beachvolleyball. Wir freuten uns über den gewonnen Tag, aßen in einem Strandrestaurant frisch gegrilltes Fleich mit Reis und Salat für 6,- € und genossen die Sonne.

Am Abend reisten wir dann tatsächlich mit DFDS bei einem traumhaften Sonnenuntergang gen Heimat.

Diese Reise war für uns alle ein außergewöhnliches, berührendes Erlebnis. Durch die verkehrsarmen Straßen, geringe Bevölkerungsdichte, die unverbauten weiten Landschaften mit abwechslungsreicher Natur und einzigartigen Wolkenformationen am Himmel, kam ein Gefühl der Freiheit auf. Deswegen habe ich diesen Reisebericht geschrieben, um unsere Eindrücke an interessierte Motorradfahrer weiterzugeben.

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Autorin und Bilder von Christine Wedemeyer

Jäneda, Estland
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