Reise nach Kabli in Estland

Nach einer Nacht im Zelt frühstückten wir am nächsten Morgen im Stehen neben unseren Motorrädern. Als Tisch für unsere übersichtlichen Frühstücksutensilien diente einer der Stromkästen. Nach dem Zusammenpacken fuhren wir mit den Motorrädern auf der P 128 durch Jurmala. Das zieht sich. Schön anzusehen waren die zahlreichen alten Strandvillen, wie man sie z.B. aus Heringsdorf an der Ostsee kennt.

Riga

Wir fuhren nun der Hauptstadt Lettlands, Riga, entgegen. Da wir weiter in Richtung Estland wollten, machten wir keinen Stop in Riga. Wir sahen im Vorbeifahren Gebäude von alten Jugendstilhäusern bis zu Plattenbauten. Riga ist mit seinen ca. 654.000 Einwohnern die größte Stadt des Baltikums. Der Verkehr war heftig, aber wenn man Berliner Verkehrsverhältnisse gewohnt ist, bringt einen so schnell nichts aus der Ruhe. Über die A2 und A1 fuhren wir bis Saulkrasti an der Ostee um dort Richtung Birini ins Landesinnere, abzubiegen. Auf der P9 ging es dann weiter nordwärts über Limabzi weiter auf die P12 bis Korgene. Auf dieser Strecke, asphaltiert, war nahezu nichts los. Wir tourten mit unseren Motorrädern und genossen die Weite der Landschaft mit großflächigen Wiesen und weitem Himmel. Auch hier befanden sich zahlreiche Storchennester mit Küken darin auf Holzmasten oder Dächern, der spärlich vorhandenen Häuser.
Von Korgene bis Salacgriva an der Ostsee, gab es wieder 12 km Schotter zu fahren. Diesesmal gestaltete sich die Piste breit, mit Schotter als auch Sand und hügelig. Ein Glück war die Piste fest, da es nicht geregnet hatte. Somit ließ sie sich auch mit unseren beladenen Motorrädern gut befahren. Es ging teilweise, sogar kurvig, durch einsame Dörfer, bis wir wieder auf die A1, die Via Baltica, stießen. In Salacgriva, welches sich ca. 12 km vor der estnischen Grenze befindet, machten wir Rast in einem Fisch Restaurant.

Über eine Nebenstrecke der Via Baltica fuhren wir über den Grenzort Ainazi sowie durch das Örtchen Ikla nach Estland.

„Tere tulemast“, Herzlich Willkommen, heißt es in Estland!

Kabli

Über eine kleine Straße, die an der Ostsee entlangführt, erreichten wir Kabli. Dort zelteten wir auf dem Mini Campingplatz (Mini Kämping, 86002 Kabli, Kreis Pärnu, email: helto@hot.ee). Diesen fanden wir durch Zufall. Er liegt ganz ruhig mitten im Grünen und umfasst nur wenige Zeltplätze. Der sehr freundliche Inhaber spricht etwas Deutsch.

Für unsere Zelte bekamen wir den letzten Stellplatz, direkt vor der Rezeption auf einer ebenen Wiese. Nach Aufstellen der Zelte gingen wir endlich einmal in der Ostsee baden, die doch sehr frisch war. Noch lange saßen wir auf den Felsen am Strand und schauten der untergehenden Sonne zu.

Dieser kleine Campingplatz ist sehr empfehlenswert, allerdings muss man sich seine Verpflegung selbst mitbringen. Es gibt dort keinen Shop, in dem man Lebensmittel einkaufen kann.

<< Reise nach Jurmala, LettlandWIMA Woche >>

Autorin und Bilder von Christine Wedemeyer

Jäneda, Estland
Zum Seitenanfang Jubiläum News Registrierung Mitglied werden